Begrüßung

Die Salzwasser trinkenden Feldhasen (Lepus europaeus) vom Langenwerder

von Dr. Dieter Köhler (Berlin)

Auf Langenwerder lebt ein kleiner Bestand von ca. zehn Feldhasen. Die Tiere wechseln z.T. zwischen der Insel Poel und Langenwerder im Winter übers Eis oder durchqueren bei Flachwasser die Furt. Nur wenige Hasen überwintern auf der Insel.

Abb. 1 Feldhase beim Trinken auf der Sandbank
Feldhase beim Trinken auf der Sandbank (Foto: D. Köhler)

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Neue Infotafeln am Gollwitzer Ufer

Tafel4kleinSeit einigen Tagen können sich nun die Strandbesucher am Gollwitzer Ufer auf den neuen Informationstafeln über die Arbeit des Vereins Langenwerder e. V. und den Brut- und Rastbestand auf der „Vogelschutzinsel“ Langenwerder informieren. Zusätzlich wird auf die aktuellen Besuchstermine hingewiesen.

 

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Vogelinsel Langenwerder – 100 Jahre Naturschutz

Aus der Feder der beiden verdienstvollen und „dienstältesten“ Vogelwärter Prof. Dr. Ulrich Brenning und Dr. Hans Wolfgang Nehls ist eine beeindruckende Bilanz über die Insel Langenwerder entstanden. Veröffentlicht wurde dieses Buch als Band 47, Sonderheft 2 des Ornithologischen Rundbrief für Mecklenburg-Vorpommern.

Urs N. Glutz von Blotzheim schrieb den beiden Autoren:

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Ehrungen

Prof. Dr. Ulrich Brenning

Prof BrenningDurch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V wird alle 2 Jahre ein Naturschutztag M-V ausgerichtet. Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Würdigung ehrenamtlich tätiger Naturschützer, beispielsweise der Schutzgebietsbetreuer oder der Fachgruppen, die sich für den Schutz von Pflanzen- und Tierarten bzw. Artengruppen einsetzen. Anlässlich des Naturschutztages 2013 erhielt auch ein Vereins-(Gründungs)Mitglied, Herr Prof. Dr. Ulrich Brenning den Naturschutzpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Nachfolgend ein Auszug aus der Laudatio:

„Schon seine Diplomarbeit hatte einen direkten Bezug zu einem besonderen Ort, der ihn bis heute nicht loslassen sollte – der Vogelinsel Langenwerder in der Wismarbucht. Denn das Untersuchungsmaterial für die Diplomarbeit waren Eier der Sturmmöwe, dem Charaktervogel dieses Eilandes. Folgerichtig war dann die Zuweisung der Verantwortlichkeit für diesen seit 1910 geschützten Brutplatz einer kopfstarken und artenreichen Küstenvogelkolonie, die er zwischen 1959 und 1998 mit großem Engagement wahrgenommen hat. Seit der Gründung des Vereins Langenwerder ist Ulrich Brenning in dessen Vorstand aktiv tätig. Und so ist es nicht verwunderlich, dass er immer noch alljährlich 2-3 Wochen auf „seiner“ Insel als Betreuer und vor allem Beringer verbringt. Seit jeher tritt Herr Professor Brenning mit wissenschaftlichen Argumenten für einen verstärkten Schutz der Natur insbesondere im Bereich der Wismarbucht ein. So hat er direkt oder indirekt an der Ausweisung der Wismarbucht als Feuchtgebiet von nationaler Bedeutung, als Important Bird Area (IBA) und als Europäisches Vogelschutzgebiet (SPA) mitgewirkt. Die im Sinne der europäischen Naturschutzrichtlinien in der Wismarbucht seit 2008 durch den Bucht-Ranger der Regionalvereinigung Segeln Wismar Bucht e. V. ausgeübte Öffentlichkeits- und Kontrolltätigkeit wird von Ulrich Brenning interessiert, aber auch durchaus kritisch verfolgt. So werden von den jeweiligen Inselwärtern die Verstöße gegen geltendes Naturschutzrecht sowie die Freiwillige Vereinbarung „Naturschutz, Wassersport und Angeln in der Wismarbucht“ im Inseltagebuch vermerkt und dem Bucht-Ranger sowie den Naturschutzbehörden mitgeteilt. Auch in dem von ihm seit Jahren verfassten Vereinsblatt, dem „Spreithals“, und jährlichen Betreuerberichten werden derartige „Vorkommnisse“ dargestellt und konsequente Schutzmaßnahmen und deren Kontrolle gefordert. Wiederholt mahnte er die effektive Umsetzung der in den Managementplänen zum FFH- und Vogelschutzgebiet Wismarbucht erarbeiteten Maßnahmen an. Die in Jahrzehnten gesammelten Beobachtungen und Erkenntnisse hat er in vielen Publikationen und Vorträgen auf Fachtagungen vor Naturschützern aber auch vor Jägern, vor Natur- und Heimatfreunden, also einer breiten Öffentlichkeit, vorgestellt. Nach Ausgaben für 1964 und 1990-1994 befindet sich derzeit eine dritte Gebietsmonografie mit einer sehr detaillierten Darstellung der nunmehr seit 50 Jahren akribisch zusammengetragenen Daten zu den Brut- und Rastbeständen sowie Vogelberingungen in der Druckvorbereitung. Herrn Professor Brenning ist zu danken für seine engagierte Tätigkeit in der schutzorientierten Vogelforschung. Zu wünschen sind ihm noch viele interessante Beobachtungen insbesondere auf „seiner“ Insel sowie Gesundheit, Kraft und Freude!“

Dr. Hans-Wolfgang Nehls

Die WilliNehls2016Beringungszentrale Hiddensee veranstaltete zum 50. Geburtstag des Hiddensee-Rings am 08./09. März 2014 eine Festveranstaltung und Fachtagung. Tagungsort war das Auditorium maximum der Universität Potsdam. Aus Anlass dieser Veranstaltung sollten Beringer, die sich in besonderer Weise um die Weiterentwicklung des Hiddensee-Beringungswesens und die ornithologische und naturkundliche Datenerhebung und Forschung in Ostdeutschland verdient gemacht haben, mit einer Ehrenmedaille ausgezeichnet werden Ehrungen weiterlesen